foursquare

Hier könnt ihr das Video meiner 5-Minuten-Präsentation zur Abschlussveranstaltung der WPV “Innovative Marketingmethoden” anschauen.

Mein Fazit

Die Wochen als aktiver foursquare-Nutzer waren sehr interessant. Ich kannte diesen Dienst vorher selber noch nicht und musste mich erst ein Mal damit auseinandersetzen. Der Download ging wirklich schnell und bis auf das kleine Problem bei der Registrierung war auch alles sehr einfach. Die App erklärt sich eigentlich von selbst und ich musste mich nicht anderweitig informieren. Von meinen Bekannten nutzte leider noch keiner foursquare und ich musste erst mal Überzeugungsarbeit leisten, dass sich wenigstens ein Paar diese App auf ihr Handy holen, da das ganze ja sonst wenig Sinn macht. Denn warum sollte ich meinen Standort bekannt geben, wenn es eh keiner sieht.

Nachdem ich dann ein paar Freunde in meiner Liste aufweisen konnte begann ich auch fleißig an Orten einzuchecken und ich war überrascht, dass doch schon relativ viele Örtlichkeiten auch speziell in Furtwangen registriert waren. Auch bei meinem ersten Check-In an der Hochschule sah ich, dass ein weiterer foursquare-Nutzer sich im Moment dort befand. Ich war also nicht allein. Dennoch ist die Anzahl an Usern in meiner Umgebung sehr mager. In Großstädten wird das wahrscheinlich auch nochmal etwas anders sein, aber im Großen und Ganzen ist der Dienst hier in Deutschland einfach nicht so weit verbreitet. Aus diesem Grund war es wohl auch so einfach an so vielen Orten Bürgermeister zu werden, dass wie bereits erwähnt die anfänglichen Euphorie nach dem siebten Bürgermeistertitel etwas nachlässt und der Spaß an der Herausforderung dämpft. Außerdem gibt es ja auch kaum Orte in Deutschland, an denen man die Vergünstigungen oder dergleichen bekommt.

Abschließend werde ich wohl aus den genannten Gründen die App nach Abschluss der WPV nun wieder von meinem Handy löschen aber würde sie eventuell auch wieder installieren, wenn dieser Dienst hier in Deutschland weiter etabliert ist.

PleaseRobMe

Sage mir wo du bist und ich raube deine Wohnung aus.

Nach diesem nicht ganz wörtlich gemeinten Motto zeigt ein neues Internetangebot, welche Twitter-Nutzer gerade ihr Haus verlassen haben. Besonders informativ sind diese Tweets dann, wenn sie die Geodaten des jeweiligen Aufenthaltsorts enthalten, wie sie etwa das soziale Netzwerk foursquare bereitstellt.

Die Initiatoren von "PleaseRobMe" wollen mit ihrer Website bewusst machen, welche sensiblen Informationen viele Nutzer bereitwillig der ganzen Welt mitteilen. Unter der Überschrift “Recent Empty Homes” werden fortlaufend die neuesten Tweets von Personen veröffentlicht, die gerade ihre Wohnung verlassen haben und sich an einem anderen Ort eingecheckt haben, wie es von foursquare festgehalten wird. Die Entwickler von “PleaseRobMe” haben dafür die frei verfügbare Software-Schnittstelle von Twitter eingebunden.

Die Techniken für das soziale Web seien so einfach geworden, dass die Leute bereit seien, viel zu viele Informationen über sich preiszugeben, sagt einer der Initiatoren von “PleaseRobMe”, Boy Van Amstel. Der 25-jährige Niederländer und seine Mitstreiter wollen dazu anregen, mehr über das eigene Verhalten im Netz nachzudenken. Foursquare-Mitbegründer Dennis Crowley sagt, er könne sich zwar vorstellen, dass bestimmte Mitteilungen zum eigenen Aufenthaltsort schädliche Folgen haben könnten. Bislang gebe es aber dazu kaum Beschwerden.

Die Kritik der Niederländer wird wohl verpuffen, so wie die Mahnungen von Jugend- und Datenschutzorganisationen, die eigene Identität im Internet möglichst nicht preiszugeben. Wer heute bei Facebook, Twitter und Co. seine Identität verschleiert, erschwert die Nutzung der Dienste - und verhält sich inadequat. Der ausgelebte Exhibitionismus ist längst zum Standard geworden. Das Gefühl dafür, wo und wann Privates lieber privat sein sollte, geht zunehmend verloren. Dabei sollten Social-Net-Fans lieber bewusst entscheiden, wem sie welche Details preisgeben und vorallem auch nur den Freunden. Bei 38.721 “Freunden” ist das allerdings schwierig…

…und noch einer

Insgesamt kann ich mich nun mit 7 Bürgermeistertitel schmücken und irgendwie lässt damit die anfängliche Euphorie allmählich nach. Dadurch, dass es allgemein in Deutschland uns speziell in meiner Gegend noch nicht so viele User gibt wird man dadurch sehr schnell zum Bürgermeister, was den Spaß an der Herausforderung etwas dämpft.

…und noch einer

Der nächste Bürgemeistertitel

Juhu ich bin erneut Bürgermeister geworden. Dieses mal vom Riettor in Villingen

Sind meine Daten sicher?

Standortdaten können auf einer Seite hilfreich sein, aber auch eine Gefahr bergen. Datenschützer bemängeln die Freizügigkeit der Nutzer von Geolocation-Diensten und warnen, dass diese theoretisch zur gezielten Verfolgung von Teilnehmern missbraucht werden können und man es Stalkern, Datensammlern oder sogar Einbrechern leicht machen könnte. Kürzlich hat der Entwickler Jesper Andersen die Daten von 900.000 foursquare Check-Ins im Umkreis von San Francisco aufgezeichnet um vor Gefahren der Dienste zu warnen. Dabei hatten viele der Nutzer explizit eingestellt, dass ihre Check-Ins nur an Freunde weitergegeben werden. Schuld war ein Fehler im System.

Der Dienstleister uTest hat foursquare und 2 andere Geolocation-Dienste analysiert und fast 900 Programmfehler offen gelegt. Diese stellen zwar nicht alle eine ernstzunehmende Gefahr dar, zeigt aber die Schwächen von solch jungen Anwendungen.

55% der User sind zwar um ihre Privatsphäre besorgt, trotzdem teilen 1/3 ihren Standort mit der gesamten Öffentlichkeit. Das passt natürlich nicht zusammen. Datensammler nutzen diese Ortungsdienste ganz legal. Anbieter wie SimpleGeo sammeln beispielsweise öffentlich zugängliche Daten, werten sie aus und verkaufen sie weiter. Vor allem Werbefirmen profitieren von den Bewegungsprofilen potenzieller Kunden.

Bei foursquare zeige ich mit dem Check-In, dass ich meinen Standort mitteilen möchte, andere Dienste gehen beispielsweise davon aus, dass der Nutzer seinen Standort permanent mitteilen möchte, obwohl das bei den meisten Menschen nicht der Fall ist. Daher gestalten sich solche Dienste als eher problematisch. Freunde sollten außerdem nur mit Bedacht ausgesucht werden und am besten, nur solche hinzugefügt werden, die man sehr gut kennt, da man ein Stück von seiner Privatsphäre preisgibt!!!

Unternehmen & foursquare

Abzeichen, Buttons, Tipps, To-Do-Listen

Es können auch Abzeichen von Marken und Unternehmen beantragt werden. Allerdings sind die Chancen nicht besonders hoch, da es sehr viele Anfragen gibt und da foursquare sehr wählerisch ist, was neue Abzeichen anbelangt, da es keine Flut an Abzeichen geben soll. Außerdem will foursquare eigentlich erst mal ihre eigenen Abzeichen promoten.

Foursquare stellt aber Buttons zur Verfügung, die Unternehmen in ihre Website einbauen können, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie bei foursquare vertreten sind. Marken und Unternehmen können foursquare aber nicht nur nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. Sie können beispielsweise die Funktion nutzen, um Tipps abzugeben, allerdings nicht nur um Werbung zu machen, sondern z. B. um sich auch von der menschlichen Seite zu zeigen und Hinweise für kostenlose Parkplätze in der Nähe zu geben. US-amerikanische Medien nutzen diese Funktion zum Teil auch schon um Veranstaltungen anzukündigen.

Selbst die To-Do-Liste kann bei Unternehmen Verwendung finden. Damit kann gezeigt werden, dass das Unternehmen gewillt ist, das Serviceleben aufzupeppen und diese eventuell von Kunden erweitern lassen um die Meinungen einzuholen.

Unternehmen & foursquare

Brand Pages

Vor kurzem gab es dann auch ein Update bei foursquare, damit Unternehmen, die keinen eigenen Standort haben wie z. B. Marken, Organisationen, Radiosender, Magazine etc. diesen Dienst trotzdem nutzen können. Diese Unternehmen können nämlich eine foursquare Seite (Brand-Page) erstellen. Diese sogenannten Brand Page muss mittels Formular beantragt werden und nach der Freischaltung können foursquare-Nutzer diesen Unternehmen folgen und erhalten Tipps zu allen Locations, wo es beispielsweise diese bestimmte Marke zu kaufen gibt. Das Ziel einer solchen Seite ist, mit Anhängern auf der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Verbrauchsgüter
  • Medien & Unterhaltung
  • Verlage
  • Sport
  • Gemeinnützige Organisationen

Unternehmen die beispielsweise bereits über Brand Pages verfügen sind, der History Channel, MTV, die Lufthansa und die New York Times.

Unternehmen & foursquare

Venue-Besitzer

Unternehmen mit physischem Sitz können Venue-Besitzer werden. Das bedeutet, dass Unternehmen ist nicht nur als Standort auf foursquare vertreten, sondern beinhalten auch eine Art Profil. Um solch ein Profil zu erstellen, muss das Unternehmen erst Besitzer dieses Ortes werden, in dem der Ort auf der Internetseite von foursquare ausgewählt wird und durch eine Kontrolle seitens foursquare überprüft wird, ob es sich um das tatsächliche Unternehmen handelt. Als nächsten Schritt können Sonderangebote erstellt werden.

Zu den Angebotsarten gehören:

  • Rabatt beim Kauf
  • kostenlose Zugabe (z.B. Dessert)
  • exklusive Befugnisse
  • Belohnung der besten Kunden

Diese Sonderangebote sollen ein Kundenbindungs-Tool darstellen. In den USA bieten besonders Gastronomen foursquare-Nutzern, speziell dem Bürgermeister reizvolle Vergünstigungen an, da dieser als Multiplikator genutzt werden kann. Ein spezielles Tool, das für Venue-Besitzer angeboten wird, ist das Händler-Dashboard. Dieses bietet Zugriff auf die Echtzeitdaten über die eigenen Kunden.

Zu den Daten gehören:

  • Anzahl aller täglichen Check-Ins in einem bestimmten Zeitraum
  • letze Besucher
  • häufigste Besucher
  • Ausschlüsselung der Kunden nach Geschlecht
  • Tageszeit an der Kunden einchecken
  • Anteil der Check-Ins

Mit Hilfe des Händler-Dashboards kann das Userverhalten analysiert und festgestellt werden, welche Specials tatsächlich Anklang finden und welche Maßnahmen nochmals überdacht werden müssen. Das Ziel eines solchen Besitzes ist, neue Kunden zu werben und die besten Kunden an sich zu binden. Unternehmen, die beispielsweise bereits Venue-Besitzer sind, sind The Ritz-Carlton und Angelos und Maxie’s Steakhouse.